PalaeoDiversiStyria

Paleokrajina Štajerske in njena biodiverziteta od prazgodovine do odkritja Novega sveta / Paläolandschaft der Steiermark und ihre Biodiversität von der Urgeschichte bis zu Entdeckung der Neuen Welt

Ostslowenien und die südliche Steiermark sind sich in vielen natürlichen Gegebenheiten, wie z. B. in der Geologie, in der Bodenzusammensetzung und in den klimatischen Verhältnissen, sehr ähnlich. Dies führte zu ähnlichen historischen Entwicklungen in der Versorgung mit Nahrungsmitteln und damit in der gesellschaftlichen und kulturellen Entfaltung der Region, die sich auch im reichen archäologischen Erbe manifestiert.
Die Nahrungsmittelproduktion im Programmgebiet dient heute nicht nur der Versorgung der Bevölkerung, sondern ist ein wesentlicher Teil des Tourismus und muss gegen zwei große Herausforderungen ankämpfen: eine intensive landwirtschaftliche Produktion, durch die die Produktion von traditionellen alten Sorten von Nutzpflanzen und die damit verbundene Biodiversität reduziert wurden, und ein übergroßes Angebot an Nahrungsmitteln, das die Entwicklung von unverkennbaren Identitäten von Produkten, die mit der Identität der Region verbunden sind, erschwert.
Das Projekt PaleoDiversiStyria versucht neue Erkenntnisse aus der Archäologie und der Archäobotanik im Programmgebiet zu vermitteln, um das Verständnis für das kulturelle Erbe und die landwirtschaftliche Tradition zu fördern. Die Projektpartner haben sich deshalb Schlüsselaktivitäten zum Ziel gesetzt, die Maßnahmen von der Identifizierung ursprünglicher Pflanzen- und Tierarten in archäologischen Kontexten über die Revitalisierung des Anbaus und die Wiedernutzung von autochthonen Kulturpflanzenarten bis zu ihrer Einbindung in das touristische Angebot umfassen. Die Wiedereinführung von alten Kulturpflanzen führt zu einer größeren Biodiversität und ermöglicht es den lokalen Produzenten, neue und für den Tourismus attraktive Produkte anzubieten, die ihre Identität aus dem lokalen archäologischen Erbe erhalten. Diese Produkte tragen zur Hebung der Bedeutung des Schutzes des archäologischen Erbes bei, indem es zum Träger der Identität des touristischen Angebots wird.

Prioritätsachse 2

Investitionspriorität 6c
SZ 1: Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung des Natur- und Kulturerbes

Projektdauer

1. Oktober 2016 – 30. September 2019

gebundene EFRE Mittel

1.122.725,15 EUR

Projektpartner

Universalmuseum Joanneum GmbH (Lead Partner)

Zavod za varstvo kulturne dediščine Slovenije

Universität Graz

Univerza v Mariboru

Marktgemeinde Großklein

Občina Hoče-Slivnica