EUREVITA

Entwicklung einer nachhaltigen, grenzüberschreitenden arbeitswirtschaftlichen Struktur zur Revitalisierung kulturellen Erbes und seltener Handwerksberufe / Razvoj trajnostne, čezmejne zaposlitveno-gospodarske strukture za ponovno oživitev kulturne dediščine in redkih obrti

Die Grenzregion Slowenien-Österreich verfügt über einen gemeinsam gewachsenen Wirtschafts-, Arbeits- sowie Kulturraum. Das gemeinsame kulturelle Erbe findet eine ihrer deutlichsten Ausführungen in traditionellen, historisch gewachsenen Handwerken (z.B. Schindelmacher, Besenbinder, Fassbinder, Trockensteinmaurer, uvm.), die unmittelbar mit dem gemeinsamen Kulturerbe der Region in Verbindung gebracht werden. Viele dieser Handwerke haben mangels einheitlicher, offen zugänglicher Ausbildungen oder aufgrund negativer öffentlicher Wahrnehmung den Sprung in die Moderne nicht geschafft, wurden bei Bewahrungsmaßnahmen vernachlässigt und laufen nun akut Gefahr, in Vergessenheit zu geraten. Dadurch droht der Verfall kultureller Infrastruktur (wie z.B. Burgen, Schlösser, Klöster) sowie anderen Kulturgutes, für dessen Erhaltung diese Handwerke essentiell sind. Die Problemstellung betrifft die gesamte Region – daher müssen durch grenzüberschreitende, innovative Maßnahmen gemeinsame Lösungen gefunden werden, von der der gesamte Programmraum profitiert. Das Projekt EUREVITA setzt sich zum Ziel, alte Handwerke durch grenzüberschreitende, innovative Ausbildungs- und Vernetzungsmaßnahmen zu revitalisieren. Dazu werden Curricula, Prüfungen, Zertifizierungen und Implementierungsmaßnahmen entwickelt und praktisch angewendet. Mittels erweiterter Ausbildung von Handwerkern, verbesserten Berufsberatungen jugendlicher, älterer und Langzeit-Arbeitssuchender und der Zusammenarbeit relevanter Institutionen wird eine wiederbelebende arbeitswirtschaftliche Struktur geschaffen, deren Ziel die nachhaltige Bewahrung, Weitergabe, praktische Anwendung sowie Wirtschaftlichkeit dieser seltenen Handwerke ist. Mit modernen Analyse-, Weiterbildungs- und Beratungsmethoden sowie neuartigen institutionellen Kooperationen wird der Stellenwert des Handwerks gefestigt und mittels vielfältiger öffentlicher Aktivitäten und unter Einbindung digitaler Hilfsmittel wird eine positive öffentliche Wahrnehmung bewirkt.

Prioritätsachse 3

Investitionspriorität 11b
SZ 1: Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich Risikomanagement, Energie, Gesundheit und sozialer Kohäsion

Projektdauer

1. Mai 2018 – 30. April 2021

gebundene EFRE Mittel

1.095.395,02 EUR

Projektpartner

Berufsförderungsinstitut Burgenland (Lead Partner)

Zavod Republike Slovenije za zaposlovanje

Obrtno-podjetniška zbornica Slovenije

Sekem Energy GmbH – Sustainable Solutions

Stiftung Österreichisches Freilichtmuseum