Zum Tag der Europäischen Zusammenarbeit und dem 30-jährigen Jubiläum der Interreg-Programme mit dem Draufloss von Lavamünd nach Dravograd

In diesem Jahr, genauer am 21. September 2020, findet zum neunten Mal in Folge der Europäische Tag der Zusammenarbeit unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission statt. Heute haben wir die Ergebnisse und die Bedeutung grenzübergreifender Kooperationsprojekte im grenzübergreifenden Gebiet des slowenischen und österreichischen Kärntens vorgestellt. Gleichzeitig mit dem 30-jährigen Jubiläum der Interreg-Programme haben wir im Geiste der Nachhaltigkeit und Integration zwei Bäume auf jeder Seite der Grenze gepflanzt.

Die diesjährigen Veranstaltungen zum Tag der europäischen Zusammenarbeit (EC Day) bringen drei thematische Abschnitte zusammen; ein grünes und klimaneutrales Europa, junge Leute und wir alle haben einen Nachbarn. Mit den Veranstaltungen möchten wir als Organisatoren die Bedeutung der Leistungen der europäischen Regionen und Länder bei der grenzübergreifenden Zusammenarbeit hervorheben. Im Jahr 2020 feiern wir auf der Ebene der Europäischen Union auch das 30-jährige Bestehen der europäischen Programme für territoriale Zusammenarbeit, die besser als Interreg-Programme bekannt sind und die zweite Säule der Kohäsionspolitik darstellen. Solche Programme bieten einen Rahmen für die Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen, ermutigen Regionen und Länder, gemeinsame Herausforderungen anzugehen, und fördern eine harmonische wirtschaftliche, soziale und territoriale Entwicklung.

Die diesjährige Veranstaltung fand in einem grenzübergreifenden Umfeld statt, in dem viele Projekte durchgeführt wurden oder werden, was ohne Interreg-Programme nicht möglich wäre. Die Veranstaltung, die im grenzübergreifenden Gebiet des slowenischen und österreichischen Kärntens stattfand, fand unter der Schirmherrschaft des Regierungsamtes für Entwicklung und europäische Kohäsionspolitik (SVRK), der Verwaltungsbehörde des Kooperationsprogramms Interreg Slowenien-Österreich 2014-2020, in Zusammenarbeit mit den österreichischen Programmpartnern Amt der Kärntner Landesregierung und Kärntner Wirstchaftsförderungs Fond (KWF) sowie Projektpartnern statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch zwei Projekte, gefördert im Rahmen des grenzübergreifenden Programms Slowenien-Österreich, NaKult und SMART Tourist, vorgestellt, die ein guter Beweis für eine erfolgreiche grenzübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Förderung des natürlichen und kulturellen Erbes und der nachhaltigen Entwicklung der Grenzregionen sind.

Wie in ihrer Begrüßungsansprache von mag. Monika Kirbiš Rojs, Staatssekretärin des SVRK, hervorgehoben, würde eine solche Zusammenarbeit ohne grenzübergreifende Projekte höchstwahrscheinlich nicht existieren, und es würde auch nicht viele konkrete Ergebnisse für Bürger geben, die langfristige Auswirkungen auf die Bereiche Wirtschaft, Tourismus und Erhaltung des reichen Natur- und Kulturerbes haben. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit ist besonders in diesen Zeiten ein wichtiger Rahmen für die Aufrechterhaltung gutnachbarschaftlicher Beziehungen und ein zusätzlicher finanzieller Anreiz für Organisationen und Institutionen in Grenzgebieten, sagte mag. Nina Seljak, Leiterin der Verwaltungsbehörde des betreffenden grenzübergreifenden Programms.

Der diesjährige Tag der Europäischen Zusammenarbeit verlief in etwas eingeschränkter Form und wurde in Bezug auf Umfang und Umsetzung an die Situation im Zusammenhang mit dem COVID-19 angepasst, trotzdem war die Hauptaktivität der heutigen Veranstaltung nachhaltig. Das feierliche Pflanzen von Linde und Buche auf beiden Seiten der Grenze stellt eine symbolische Sicht auf die Zukunft dar, eine Investition, mit der wir wie durch Projekte versuchen, im Programmgebiet nachhaltige Spuren zu hinterlassen und die Entwicklung und das Leben im Grenzgebiet positiv zu beeinflussen. Die Teilnehmer begaben sich mit dem Draufloss das Lavamünd und Dravograd verbindet, von einer Seite zur anderen Seite der Grenze, indem sie durch die wunderschöne Naturlandschaft der Drau und ihrer Umgebung fuhren.

Trotz ihrer geringen Größe werden grenzübergreifende Kooperationsprogramme von Jahr zu Jahr immer bekannter, und die Ergebnisse geförderter Projekte sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Entwicklung und Steigerung der Lebensqualität im grenzübergreifenden Gebiet. Dies ist einer der Gründe, warum das grenzübergreifende Programm zwischen Slowenien und Österreich in Bezug auf die Mittelschöpfung eines der erfolgreichsten Programme auf EU-Ebene ist. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit wird im Zeitraum 2021-2027 fortgesetzt, was das Potenzial für viele neue wirksame Lösungen für die gemeinsamen Herausforderungen des grenzübergreifenden Gebiets eröffnet.

Fotos der Veranstaltung stehen hier zur Verfügung. 

Das Video der Veranstaltung steht hier zur Verfügung.