Gründungssitzung des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit Geopark Karawanken

© Urosh Grabner

Vertreter des Regierungsamtes für Entwicklung und europäische Kohäsionspolitik (SVRK) haben gestern in Neuhaus in Kärnten an der Veranstaltung „Europa gemeinsam regional gestalten“ teilgenommen, im Rahmen der der Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit – EVTZ Geopark Karawanke gegründet wurde. Der Geopark Karawanken, der Gemeinden und Institutionen aus den Grenzregionen Sloweniens und Österreichs verbindet und bisher als Arbeitsgemeinschaft fungierte, hat damit eine neue Statusform erhalten.

Die Initiative zur Gründung eines neuen Verbunds, der bereits der 75. Verbund dieser Art in Europa ist, entstand im Rahmen des Projekts EUfutuR. Es handelt sich dabei um eines der Projekte des Kooperationsprogramms Interreg Slowenien-Österreich 2014-2020, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt wurde.

Mojca Muršec, Leiterin des gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogramms Interreg Slowenien-Österreich 2014-2020, das im SVRK tätig ist, betonte in ihrer Ansprache: „Ich hoffe, dass dieser wichtige Schritt allen von Ihnen, die einen Durchbruch im grenzübergreifenden Bereich anstreben, die Umsetzung neuer Aktivitäten, kreativer Ideen und interessanter Angebote erleichtert, die viele Besucher in den Geopark locken und das Potenzial für eine weitere wirtschaftliche und touristische Entwicklung eröffnen werden.“

Von beiden Seiten, Schlitten gleiten!

Im Rahmen des Projekts Alpe Adria Karavanke/Karawanken entwickeln slowenische und österreichische Partner gemeinsam nachhaltige Tourismusprodukte und ein spezialisiertes grenzüberschreitendes Tourismusangebot.

Am Samstag, den 8. Februar 2020 werden Vertreter des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich mit der Veranstaltung »Von beiden Seiten, Schlitten gleiten« am »Langlauftag in Jezersko« teilnehmen, der vom Projekt Alpe Adria Karavanke/Karawanken organisiert wird.

Bei der Veranstaltung können sich die Teilnehmer in der klassischen Technik und im Skating des Skilanglaufs testen.  Die Teilnehmer können unter anderem auch jeweils zu zweit an Schlittenspielen teilnehmen. Die schnellsten und geschicktesten erwartete eine Überraschung. Diese Aktivität ist nur eine in einer Reihe von Präsentationen der Projektergebnisse, mit denen das Programm seine Geschichte „erzählen“ bzw. die Geschichte von Projekten im grenzübergreifenden Bereich der Öffentlichkeit näherbringen möchte. Im Falle des Projektes Alpe Adria Karavanke/Karawanken führte die Zusammenarbeit kleinerer Gemeinden zu einem Durchbruch, der ohne diese Kooperation nicht hätte erreicht werden können.

Im Februar und März werden in diesem Rahmen noch drei weitere Veranstaltungen stattfinden, und zwar der Wintererlebnistag in St. Jakob (1. Februar 2020), der Skitourenlauf »DreiländerATTeck« (28. Februar 2020) und das Wintermärchen unterhalb des Hochstuhls (22. und 23. Februar 2020). Solche Ereignisse unterstreichen die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Seien auch Sie ein Teil der „Geschichte“ und nehmen Sie am Langlauftag, der am 8. Februar 2020 in Jezersko stattfinden wird, teil.

EINLADUNG

Mit „SPread The Karawanks“ machen wir die Karawanken erles- und erlebbar!

Zentrales Ziel der Hermagoras/Mohorjeva ist es, Menschen zu bilden. Seit der Gründung im Jahr 1851 wurden Tausende Bücher herausgegeben. Mit dem EU-Projekt „SMART Tourist – SPread The Karawanks“ möchte die Hermagoras/Mohorjeva die grenzüberschreitende Region um die Karawanken noch stärker literarisch positionieren. Die kulturelle und landschaftliche Vielfalt dieser Gebirgs- und Tallandschaften inspirierte zahlreiche AutorenInnen über die Region zu schreiben. Ziel ist es, den LeserInnen Literatur näher zu bringen und diese auch öffentlich zugänglich zu machen.

Das Buch:

Hildegard von Stein, um 900 geboren, zählte wegen ihrer Fürsorge und Pflege für Alte, Arme, Kranke und Schwache zu den wenigen Frauen des Mittelalters, denen es gelang, eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu spielen. Die Verehrung der heiligen Hildegard von Stein, deren lokaler slowenischer Name „sveta Liharda Kamenska“ ist, ist im Südkärntner Raum weit verbreitet.

Die Lebensgeschichte der Markgräfin Hildegard von Stein führt den Leser weit zurück in die Welt des „dunklen“ 10. Jahrhunderts. Beheimatet im Grenzgebiet Karantaniens, vermittelt die heute noch verehrte Volksheilige gemeinsam mit ihrem Gemahl Albuin zwischen Naturreligion und Christentum, slawischer und deutscher Bevölkerung, hoch und niedrig Geborenen. Der Roman folgt den Spuren historischer Quellen und Legenden, zeichnet aber auch durch seine lebensnahen Figuren, farbigen Alltagsszenen und zeitlosen Themen ein anschauliches Bild frühmittelalterlicher Kultur und Gesellschaft.

Regina Schaunig, 1956 in Kärnten geboren, studierte Germanistik, Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Philosophie und Kulturwissenschaft in Graz und Klagenfurt. Sie publizierte Bücher und Beiträge zur Literatur der Moderne und war bis 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Robert-Musil-Instituts der Universität Klagenfurt und des Kärntner Literaturarchivs. Als Literaturwissenschafterin trat sie besonders durch textgenetische und biographische Forschungen zu Robert Musil und Ingeborg Bachmann hervor. Seit 2017 lebt sie als freie Schriftstellerin in Gallizien/Galicija, Kärnten.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns, mehr Informationen in der beiliegenden EINLADUNG. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter +43 463 5651542 sowie Martina.Kanzian@mohorjeva.at zur Verfügung.

Hermagoras|Mohorjeva
lädt zur Buchpräsentation 

LIHARDA,
Das Leben der Hildegard von Stein

Datum: 23.01.2020
Uhrzeit: 18:30
Ort: Katholisches Bildungshaus Tainach, Propsteiweg 1, 9121 Tainach/Tinje