Noch eine Woche bis zum Ablauf der 5. Frist für die Einreichung von Anträgen

Im Rahmen des Programms für grenzübergreifende Zusammenarbeit Interreg V-A Slowenien-Österreich wurden bisher 43 Projekte, im Gesamtwert von 43,5 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), genehmigt. Das Programm kofinanziert Aktivitäten in drei Prioritätsachsen. Im Rahmen der Prioritätsachse 1 „Stärkung von grenzübergreifendem Wettbewerb, Forschung und Innovation“ wurden bislang 17 Projekte in Gesamthöhe von ca. 13,9 Mio. EUR EFRE-Mitteln genehmigt. 13 Projekte, in Höhe von ca. 17,2 Mio. EUR-EFRE-Mitten wurden im Rahmen der 2. Prioritätsachse „Umweltschutz und effiziente Nutzung von Ressourcen“ genehmigt. Im Bereich „Verbesserung institutioneller Kapazität und eine effiziente öffentliche Verwaltung“ (Prioritätsachse 3) wurden ebenso 13 Projekte für insgesamt rund 12,4 Mio. EUR EFRE-Mittel genehmigt. Bisher wurden somit 97 % aller verfügbaren Programmittel vergeben bzw. vertraglich gebunden. Die verbleibenden Mittel, etwas weniger als 1,5 Mio. EUR EFRE-Mittel und zusätzlich dazu noch  Restmittel des Programms, stehen in der 5. Frist für die Einreichung von Anträgen zur Verfügung, die bis zum 4. Juli 2019 läuft (die Einreichung von Anträgen ist bis 12 Uhr mittags im eMS-System möglich). Die folgende Tabelle zeigt die noch zur Verfügung stehenden Mittel nach Prioritätsachse:

Basierend auf der Durchsicht aller 43 genehmigten Projekten haben wir festgestellt, dass wir auf Programmebene noch nicht alle geplanten Werte der Programmindikatoren erreicht haben. Die Indikatoren, bei denen die Werte noch nicht erreicht wurden, betreffen Forschungs- und Entwicklungsprojekte (spezifisches Ziel 1) und das Thema Internationalisierung (spezifisches Ziel 3) innerhalb der 1. Prioritätsachse. Im Rahmen der 2. Prioritätsachse basiert der fehlende Indikator auf Projekten, an denen Forschungseinrichtungen im Bereich der Bewirtschaftung und der sinnvollen Nutzung von Wasserressourcen beteiligt sind (Investitionspriorität 6f). Angesichts der verfügbaren Mittel im Rahmen der Prioritätsachse 1 und der Erreichung der Werte der Programmindikatoren, sollte der Empfehlung, dass die Projekte, die in der 5. Frist für die Einreichung von Anträgen im Rahmen dieser Prioritätsachse eingereicht werden, 500.000 EUR EFRE-Mittel nicht überschreiten, Folge geleistet werden. Im Rahmen der 2. Prioritätsachse, genauer der Investitionspriorität 6f, sollten die Projektanträge den Wert von 350.000 EUR EFRE nicht überschreiten, während die Projekte im Rahmen der 3. Prioritätsachse einen Wert von 250.000 EUR EFRE-Mittel nicht überschreiten sollten.

Wir empfehlen dringend, dass sich die Projektpartner zum Zeitpunkt der Vorbereitung des Projektantrags oder vor Einreichung des Projektvorschlags mit der zuständigen nationalen / regionalen Behörde und dem Gemeinsamen Programmsekretariat in Verbindung setzen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein solcher Ansatz eine erfolgreichere Projektvorbereitung ermöglicht.

Der öffentliche Aufruf und die Antragsunterlagen stehen unter folgendem Link zur Verfügung: Öffentlicher Aufruf und Antragsunterlagen

Erinnerung: Nimm am Videowettbewerb „WARUM BIST DU EUROPA?“ teil

Das Kooperationsprogramm Interreg V-A Slowenien-Österreich organisiert einen Amateur-Video-Wettbewerb, mit dem das Bewusstsein der Bürger über die Vorteile ein Teil Europas zu sein, gestärkt werden soll und mit dem wir euch in die Werte der Zusammenarbeit einbinden möchten. Die Teilnahme am Wettbewerb ist ganz einfach! Schickt uns eure Videos zum Thema „Why EUROPE IS YOU?“.

REGIO HELP – ein Projekt für die Menschen

Am 5. Juni 2019 fand in Voitsberg das Abschlusstreffen des Projekts REGIO HELP statt. Zum gemeinsamen Abschluss des Projekts REGIO HELP trafen sich 57 VertreterInnen der Sozial- und Gesundheitsorganisationen und der Wirtschaft aus den Pilotregionen Pomurje und Bezirk Voitsberg in Voitsberg. Die Projektleiter Rudolf Kahr, Haus des Lebens Voitsberg und Peter Beznec, Center za zdravje in razvoj (Zentrum für Gesundheit und Entwicklung/CZR) Murska Sobota begrüßten die Ehrengäste, Organisationen und ProjektpartnerInnen. 

Ehrengäste waren Bojana Ploj, Vertreterin des Gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich, Mag.a Elisabeth Grossmann, Bundesrätin und Vertretung von Landesrätin Mag.a Doris Kampus, HR Mag. Hannes Peißl, Bezirkshauptmann Voitsberg, Bürgermeister Franz Feirer, Obmann des Sozialhilfeverbands Bezirk Voitsberg, Ing. Josef Lienhart in Vertretung für Pfarrer Gerald Krempl. 

In ihren Grußwörtern hoben Mag.a Elisabeth Grossmann und HR Mag. Hannes Peißl die Wichtigkeit dieses Projekts für die Region hervor und betonten die Bedeutung der erreichten Vernetzung der Organisationen und die entstandenen Hilfsmöglichkeiten für die Bevölkerung.  Prof. Damijan Mumel präsentierte die wissenschaftlichen Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Befragungen des Projektpartners UNI Maribor in den beiden Pilotregionen. Anschließend berichteten sechs Organisationen über ihre regionalen und bilateralen Erfahrungen und äußerten konkrete Wünsche für
eine weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit. 

Unter dem Tagesordnungspunkt „REGIO HELP – ein Projekt für die Menschen“ präsentierte Rudolf Kahr zwei Modelle, die im Laufe des Projekts in Arbeitsgruppen bzw. Netzwerktreffen entstanden sind und in Zukunft eine Grundlage für das Miteinander in den Regionen sein sollen. Nachhaltige Ergebnisse unseres Projekts sind die digitale Suchmaschine Luiii, die persönlichen Infostellen, die Inklusive Beratungsstelle, die Pflegedrehscheibe, die Netzwerke und Arbeitsgruppen für das Miteinander für die Menschen der Regionen! Der von CZR gestaltete Film über die Ausgangssituation des Projekts, den Zielen, bilateralen Aktivitäten und Sicht in die Zukunft fasste die gemeinsamen Erfahrungen zusammen und rundete die Veranstaltung ab.

Projektleiterin Elisabeth Maderbacher bedankte sich abschließend bei allen Organisationen für die engagierte Mitwirkung, bei den Finanziers und den ProjektpartnerInnen. Zum Abschluss überreichte Prof. Damijan Mumel den Tagungsband „Gesellschaftliche Herausforderungen und soziales Management in einer modernen Informationsgesellschaft“ unserer internationalen Wissenschafts- und Expertenkonferenz an Bojana Ploj, Mag. Hannes Peißl und Bgm. Franz Feirer. Mit Wehmut, Erleichterung und der Hoffnung auf weitere bilaterale Zusammenarbeit klang die gemeinsame Veranstaltung beim Buffet aus.

Grenzübergreifende Schlösserstraße als international positionierte Tourismusdestination

Rakičan, 6. Juni 2019 – Die Grenzregion zwischen Österreich und Slowenien weist eine der höchsten Dichten an Wehrbauten in ganz Europa auf. Vor gut 40 Jahren haben sich Burgen und Schlösser im Südosten Österreichs zur Schlösserstraße zusammengeschlossen, um die gemeinsame, von großen Ereignissen geprägte, Geschichte zu pflegen und sich einen gemeinsamen Marktauftritt zu sichern. Im Rahmen des Projektes Castle Road, dass vom slowenischen Forschungs- und Bildungszentrum Schloss Rakičan, welches die Rolle des Lead Partners übernommen hat, in Zusammenarbeit mit dem slowenischen Projektpartner Znanstveno-raziskovalno središče Bistra Ptuj und den zwei österreichischen Projektpartner, Technologiezentrum Deutschlandsberg und der Stiftung des weiland Fürst Philipp Batthyány zur Erhaltung der alten Güssinger Burg, umgesetzt wird, hat sich die Schlösserstraße ihren Weg über die österreichisch-slowenische Grenze gebahnt.

Im Schloss Rakičan fand am Donnerstag, den 06.06.2019, die Generalversammlung der Schlösserstraße statt. Den Abend rundeten ein Galadinner in vornehmer Gesellschaft und die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung ab, mit der 17 Unterzeichner bzw. Vertreter von österreichischen Burgen, Schlössern und Wehrbauten ihren offiziellen Beitritt zur grenzübergreifenden Schlösserstraße besiegelten. Im Rahmen dieses feierlichen Anlasses reihten sich Anreden von politischen und wirtschaftlichen Vertretern, denen Kultur und Geschichte der Grenzregion zwischen Österreich und Slowenien nicht fremd bzw. fern sind. Unter den feierlichen Rednern fanden sich, Mag. Dejan Židan, Vorsitzender des slowenischen Parlamentes, Mag. Zoran Poznič, slowenischer Kulturminister, Anton Gangl, Landtagsabgeordneter ÖR in Vertretung des Landeshauptmannes der Steiermark Hermann Schützenhöfer, Konsul Mag. Andreas Graf von Bardeau, der Initiator des Projektes und Vorsitzender des österreichischen Verbandes „die Schlösserstrasse“, Damjana Pečnik, Leiterin der Abteilung für Entwicklung des Institutes für den Schutz des Kulturerbes der Republik Sloweniens, Vinzenz Knor, Bürgermeister der Stadtgemeinde Güssing und dr. Aleksander Jevšek, Bürgermeister der Stadtgemeinde Murska Sobota.

Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Murska Sobota, dr. Aleksander Jevšek, betonte, dass derartige Initiativen darauf verweisen, dass der gemeinsam eingeschlagene europäische Weg, der richtige ist. Die Stadtgemeinde Murska Sobota ist die Begründerin des öffentlichen Institutes Forschungs- und Bildungszentrum Schloss Rakičan, dass vom Direktor, dr. Robert Celec, geleitetet wird. Das hochmotivierte und kompetente Team um ihn, bemüht sich stätig um die Gewinnung europäischer Mittel, um das Schloss Rakičan zu renovieren und mit neuen Inhalten zu füllen. In den letzten zwei Jahren ist es ihnen gelungen zwei größere Säle mit Hilfe von europäischen Mitteln zu adaptieren.

Grenzübergreifende Schlösserstraße als international positionierte Tourismusdestination
Der Vorsitzende des Verbandes „die Schlösserstrasse“, Konsul Mag. Andreas Graf von Bardeau, der zugleich Initiator der Idee einer grenzübergreifenden Vereinigung von Burgen und Schlössern sowie der Besitzer des Schlosses Kornberg ist, betonte, dass die Grenzregion zwischen Österreich und Slowenien eine der höchsten Dichten an Wehrbauten in ganz Europa aufweist und dass das Kulturerbe dieser Region einen bedeutenden Beitrag zur touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region leistet. Der Verband „die Schlösserstrasse“ möchte durch die Zusammenarbeit mit den slowenischen Schlössern, die gemeinsame Anerkennung als Weltkulturerbe erlangen, sowie eine international positionierte Marke werden.

Das Schlösser eine Gelegenheit für die touristische Entwicklung von manchmal vergessenen, weniger entwickelten Regionen darstellen, wurde vom Bürgermeister der Stadtgemeinde Güssing, Vinzen Knor, zur Sprache gebracht. Dabei verwies er auch an die architektonische und inhaltliche Vielfalt der einzelnen Schlösser.

Die Veranstaltung wurde mit den Ansprachen des slowenischen Kulturministers, mag. Zoran Poznič, und des Vorsitzenden des slowenischen Parlamentes, mag. Dejan Židan, abgeschlossen. Poznič lobte die gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit im Sinne des europäischen Geistes, Židan fügte hinzu, dass ihn der Besuch solch hoher Gäste mit großem Stolz erfüllt und er der Schlösserstraße wünscht, dass sie in Zukunft den Bekanntheitsgrad der deutschen Romantikstraße, einem 350 km langen Themenweg von Würzburg bis Baden-Württemberg, erlang.

Übergeordnetes Projekteziel des Projektes Castle Road – Aufbau einer nachhaltigen institutionalisierten Zusammenarbeit von Burgen und Schlössern zur Entwicklung und Vermarktung gemeinsamer grenzüberschreitender Angebote ist die Erhaltung und Weiterentwicklung der Burgen und Schlösser im Grenzraum Slowenien – Österreich. Das Projekt wird seitens Europäischer Union und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, im Rahmen des Kooperationsprogrammes Interreg V-A Slowenien-Österreich kofinanziert. Im Rahmen des Projektes wurde der Schlosssaal, in dem das Galadinner der grenzübergreifenden Schlösserstraße stad fand, adaptiert.

Große Geschichte im Kleiner Museum

Das grenzübergreifende Projekt „PalaeoDiversiStyria – Die Paläolandschaft der Steiermark und ihre Biodiversität von der Urgeschichte bis zur Entdeckung der Neuen Welt“ wurde beim ersten offenen Aufruf des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich 2014–2020 eingereicht und läuft von Oktober 2016 bis Dezember 2019.

PalaeoDiversiStyria umfasst neben der Identifizierung ursprünglicher Pflanzenarten in archäologischen Kontexten und ihrer Revitalisierung auch die Entwicklung neuer Produkte für den Tourismus. Die Revitalisierung uralter Kulturpflanzen soll zu einer größeren Biodiversität führen und es den lokalen Betrieben ermöglichen, neue und für den Tourismus attraktive Produkte anzubieten, die ihren Charakter aus dem lokalen archäologischen Erbe beziehen.

Als einer der großen Meilensteine des Projekts PalaeoDiversiStyria wurde 2019 die internationale Dachmarke HERITERRA entwickelt. HERITERRA – der Name kombiniert den englischen Begriff „Heritage“ für das (Kultur)erbe mit dem lateinischen Ausdruck für Erde „terra“ – steht nicht nur für Qualität und Regionalität, sondern auch für die historische Diversität, die sich über Jahrtausende entwickelt hat. Um die Marke zu etablieren, werden in den Gemeinden Großklein und Hoče-Slivnica Informationszentren für Produzenten und Besucherinnen und Besucher eingerichtet.

Am 14. Juni 2019 ist es so weit! Das Museum in Großklein lädt zu einem Eröffnungsfest ein, bei dem neben dem neuen Informationszentrum auch die neue Überdachung des Vorplatzes und die Neuaufstellung der ständigen Ausstellung präsentiert werden können. Durch die Zusammenarbeit mit dem Universalmuseum Joanneum ist das neue Museum zu einem einmaligen Begegnungsort der Vergangenheit und der Zukunft, der Archäologie und des Tourismus geworden.

Zur Eröffnung werden gastronomische Produkte der Marke HERITERRA zur Verkostung angeboten, die auf den archäologischen und historischen Forschungsergebnissen des Projekts PalaeoDiversiStyria basieren.

Etwas weniger als 1,5 Mio EUR EFRE noch zur Verfügung

Heute, am Montag, den 3. Juni 2019, fand in Slovenj Gradec in Slowenien der Workshop für potentielle Antragssteller im Rahmen der 5. Frist des öffentlichen Aufrufs des Programms statt.

Im Rahmen des Workshops stellte das gemeinsame Sekretariat den Teilnehmern kurz das Kooperationsprogramm vor, übermittelte Informationen zum Öffentlichen Aufruf, zur Analyse der vier bisherigen Fristen des Öffentlichen Aufrufs und fasste die häufigsten administrativen Fehler zusammen, stellte die Vorschriften über die Förderfähigkeit der Ausgaben, die Anforderungen hinsichtlich der Information und Publizität, die Anhänge zum Antragsformular und das elektronische Monitoringsystem (eMS) vor, in dem die Antragssteller ihre Projektanträge einreichen werden.

Im Rahmen des öffentlichen Aufrufs stehen noch etwas etwas weniger als 1,5 Mio. EUR Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung. Die fünfte Frist für die Einreichung von Projekten läuft am 4. Juli 2019 um 12 Uhr ab.

Für mehr Informationen zum Workshop für Antragssteller klicken Sie hier.