Internationale Wissenschafts- und Expertenkonferenz Sozial- und Gesundheitsmanagement der Regionen Pomurje und Bezirk Voitsberg im Rahmen des Projekts REGIO HELP

Am 27. November trafen sich 121 Vertreter der Sozial- und Gesundheitsorganisationen aus der Region Pomurje, dem Bezirk Voitsberg und Studenten aus Maribor in Voitsberg, um sich neues Wissen zum Thema Sozial- und Gesundheitsmanagement anzueignen und Wissenschaft und Praxis zu verbinden. Nach der Begrüßung durch Johannes Huber, Geschäftsführer des Haus des Lebens und der Projektleiterin Elisabeth Maderbacher überbrachte Herr Bezirkshauptmann Mag. Hannes Peißl Grußworte und wünschte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit weiterhin viel Erfolg. Die Moderation des Wissenschaftlichen Teils erfolgte durch Ao. Univ. Prof. Dr. Borut Milfelner, der die Referentinnen und Referenten vorstellte und einen Bogen zwischen den Beiträgen spannte.

Am Beginn referierten Univ. Prof. Dr. med. Erwin Ott, em. Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie, Graz und Univ. Prof. für Neurologie Dr. med. Eva Körner in ihrem Vortrag „Wenn das Gehirn versagt und die Psyche nicht mehr mitspielt“ über neurologische Erkrankungen wie Depression, Schlaganfall und Demenz. Univ. Doz. Dr. Branka Zolak Poljaševič, Universität Banja Luka stellte in ihrem Beitrag die Auswirkungen von Stress auf die Entscheidung den Job zu wechseln dar; dazu wurde eine Einrichtung zur Betreuung von Kindern ohne elterliche Fürsorge untersucht. Anschaulich zeigte Ao. Univ. Prof. Dr. Paul Jimenez, Universität Graz, Belastungen am Arbeitsplatz auf und die Rolle der Führungskraft.

Ao. Univ. Prof. Dr. Simona Šarotar Žižek und Univ. Prof. Dr. Damijan Mumel von der Univerisität Maribor referierten über die Wichtigkeit der Selbstbestimmung der Mitarbeiter, um sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen. Dr. med. Hans Zeiringer, Psychosoziales Zentrum Voitsberg, sprach über die Selbstdistanzierung und Selbsttranszendenz als Vorsetzung selbstbestimmten Handelns. Univ. Prof. Dr. Damijan Mumel und Ao. Univ. Prof. Dr. Aleksandra Pisnik, Universität Maribor präsentierten die Ergebnisse der Befragung der Bevölkerung der Regionen Pomurje und Voitsberg über die Suche nach Informationen über Dienstleistungen des Sozial- und Gesundheitsbereichs. Peter Beznec, BA, Leiter des Zentrums für Gesundheit und Entwicklung in Murska Sobota stellte das Gesundheitswesen als wichtigen Wirtschaftsfaktor vor und damit als wesentlichen Teil für die Entwicklung einer Region.

Am Nachmittag präsentierte Ing. Martin Kahr Digitalisierung im Sozial- und Gesundheitsbereich und die Suchmaschine Luiii. Jasmina Kolbl stellte die Bischöfliche Caritas Murska Sobota vor und Sabine Spari ihre Arbeit bei der Caritas Steiermark Mitte – beide verbindet, dass sie für alle Menschen ihrer Region tätig sind. Mit einem persönlichen Bericht brachte uns Anja Rešeta von Sonček, Marburger Verein für Zerebralparese ihre Situation bei der Arbeitssuche näher und damit die Notwendigkeit von gelebter Inklusion in unseren Regionen. Über die Aufgabe der Behörde in den Bereichen Gesundheit und Soziales auf Bezirksebene referierte Mag. Gerhard Löffler, Leiter des Referats für Sozialarbeit.

Beim abschließenden „Runden Tisch“, geleitet von Rudolf Kahr, Geschäftsführer Haus des Lebens und Projektleiter, wurde über die Umsetzung von Expertenwissen in den Alltag der Einrichtungen gesprochen. Der Wunsch, dass diese „Internationale Wissenschafts- und Expertenkonferenz“ der Anfang einer Reihe von Konferenzen sein wird und die bilaterale Zusammenarbeit unserer Regionen auch in Zukunft bestehen bleibt, beendete diesen intensiven Tag.