2. Grenzüberschreitendes Netzwerktreffen der Regionen Pomurje und Bezirk Voitsberg im Rahmen des Interreg-Projekts REGIO HELP SI-AT

In Voitsberg trafen sich am 29. Mai 2018 die Steuergruppen der Region Pomurje (Slowenien) und des Bezirks Voitsberg (Österreich) unter der Leitung von Rudolf Kahr und Elisabeth Maderbacher. Diesem Treffen ist ein Besuch der Voitsberger Sozial- und Gesundheitsorganisationen am 12. Juni 2017 in Rakičan vorangegangen.

30 TeilnehmerInnen aus Slowenien trafen sich mit 30 VertreterInnen aus dem Bezirk Voitsberg im Haus des Lebens. Die Gäste wurden von Mag. Thomas Prattes vom Sozialreferat der BH Voitsberg, in Vertretung des Bezirkshauptmanns Hofrat Mag. Hannes Peißl und dem Sozialhilfeverbandsobmann Bürgermeister Franz Feirer, sowie LDSA Rudolf Kahr begrüßt. Mag. Prattes erklärte dabei die Struktur der Soziallandschaft im Bezirk Voitsberg.  Bürgermeister Feirer stellte in seiner Funktion als Obmann die Tätigkeiten des Sozialhilfeverbands vor und gab einen Überblick über den Bezirk Voitsberg.

Im Anschluss wurden drei Fachgruppen gebildet: Kinder und Jugendliche / Pflege / Psychisch und physisch beeinträchtigte Personen. In diesen Gruppen präsentierten die Organisationen des Bezirkes Voitsberg ihre Struktur, ihre Arbeitsweise und ihre Tätigkeitsfelder, u.a. wurde durch Primar Dr. Peter Mrak im LKH Voitsberg die Akutgeriatrie und Remobilisations(REM)-Station vorgestellt. Ein interessanter und intensiver Austausch zwischen den TeilnehmerInnen in den einzelnen Fachgruppen folgte. Von den TeilnehmerInnen beider Regionen wurde der Wunsch geäußert dieses Voneinander-Lernen fortzusetzen. Ein wichtiges Ziel unseres Projekts ist damit erreicht und die Nachhaltigkeit gewährleistet.

Beim gemeinsamen Mittagessen wurde noch weiter diskutiert und anschließend gab es eine Stadtführung mit unserem Historiker Prof. Dr. Ernst Lasnik durch Voitsberg.

Text von Elisabeth Maderbacher

Cross-border startup networking durch Wandern: Gemeinsam Gehen

Sogar der Regen wartete bis die slowenisch-österreichischen Wanderer ihre Netzwerk-Wanderung beendet hatten: am Freitag, den 8. Juni 2018 fand das cross-border event »Gemeinsam gehen« statt. Das Team des Start:up Alpe-Adria Projekt Partners, Lakeside Science & Technology Park, organisierte einen Tag des Netzwerkens, Wanderns, Diskutierens und Entdeckens von Ljubljana und seines Moores. Für die meisten, sogar die einheimischen »Ljubljana-Frosch-Menschen«, war dies eine einmalige Gelegenheit die wunderbare Landschaft mit ihrer Fauna und Flora zu erleben. Wie vom Wanderführer zu erfahren war, entstammt daraus auch der Spitzname der Großstädter. Projekt Startup Alpe-Adria wird im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Freitag, den 8.Juni 2018, ein wagen-voll cross-border Vertreter der StartUp Ökosysteme aus Slowenien und Österreich

An Bord des »Gemeinsam Gehen« Busses!

Die Reise begann bereits in den Morgenstunden, als der Bus von Klagenfurt nach Ljubljana startete. An seinem vorletzten Stop, dem Ljubljana Tivoli Park, gesellte sich die slowenische Gruppe in Richtung Vrhnika hinzu, wo auch die Wanderung begann. Die bevorstehende Wanderung war ein Teil der größer angelegten »Ganz Moor-Runde« aus dem Unikum Wanderbuch Zu Rande Kommen und führt durch das Ljubljana Moor in Richtung des slowenischen Karsts. Dieses südwestlich gelegene slowenische Grenzplateau aus Kalkstein ist namensgebend für geologische Erscheinungen auf der ganzen Welt. Mit einer Ausbreitung von 160 km² ist dies nicht nur das größte Karst Gebiet samt Moor, sondern auch Europas südlichste Moorlandschaft. Nach dem Krieg nutzen die Menschen den Torf als Brennstoff.

Das Moor war wie erwartet feucht

Ljubljanica – der Fluss der sieben Namen

Ankommend in Blatna Brezovica in der Nähe von Vrhnika, machte sich die Gruppe auf den Weg entlang des Flusses Ljubljanica, Fluss der sieben Namen. Dies rührt aus der Beschaffenheit des Karstes, in welchem das Wasser des Flusses immer wieder verschwinden und an den unterschiedlichsten Stellen wieder auftauchen kann. Bis in die Mitte des 19. Jhds war der Ljubljanica mit seinen idyllischen Sümpfen und der geringen Strömung die Hauptverkehrsader zwischen ländlichen und städtischen Gefilden. An bord eines Bootes bei Podpec erfuhr die Gruppe den Wechsel von dschungelartigem Bewuchs bis zur urbanisierten Regulierung des Wassers im bekannten Spica oder Gruber Kanal der bis ins Herz der Altstadt Ljubljanas führt.

Die wunderschöne Ljubljana-Route brachte uns vom ländlichen Moor in den urbanen Dschungel der Altstadt.

Die Brücke verbindet uns

Von der Natur in die Stadt gewechselt sah sich die Gruppe mitten im umtriebigen Sightseeing der slowenischen Hauptstadt, und fand anhand der Touristen Attraktionen und schönen Architektur heraus, warum Ivan Hribar als der Bürgermeister der Brücken bezeichnet wird. Am Ende des Tages speiste die Gruppe in Ljubljanas Brücken-Fisch-Restaurant zu Abend. Gewidmet dem Austausch und Zusammenbringen von Startups, Vertretern der Startup Ökosysteme beider Länder war der Tag mit einer entspannten Atmosphäre ideal für das Diskutieren von zukünftigen Projekten und brennenden Themen weiterer Zusammenarbeit.

Das Fluss Thema bestimmte den Tag, der bei einem Fischessen abends poetisch beendet wurde.

Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Für mehr Informationen zum Projekt, besuchen Sie die Projektwebseite.

Fördervertrag für das Projekt E-Carriage 4CBST im Schloss Rakičan unterzeicnet

Gestern, am 7. Juni 2018, wurde im Schloss Rakičan der Fördervertrag über die Kofinanzierung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für das grenzüberschreitende Kutschenprojekt E-Carriage 4CBST unterzeichnet.

Im Rahmen des Kooperationsprogramms zwischen Slowenien und Österreich wurden insgesamt 41 Projekte innerhalb von drei Fristen genehmigt. In der dritten Frist des öffentlichen Aufrufs wurden 18 Projekte in Höhe von etwa 18,5 Mio. EUR EFRE-Mittel genehmigt. Im Rahmen der feierlichen Unterzeichnung der Verträge, die im April stattfand, wurden Verträge für 15 dieser Projekte unterzeichnet. Am 7. Juni bot sich die Möglichkeit, dass Programmverstreter den Lead Partner des Projektes besuchten und im Rahmen dieses Besuchs, einen weiteren Vertrag, für das im Rahmen der 3. Frist genehmigte Projekt, und zwar E-Carriage 4CBST, zu unterzeichnen.

Bei der Projektumsetzung kooperiert das Forschungs- und Bildungszentrum Schloss Rakičan mit der Universität Maribor und drei österreichischen Partnern: Tourismusverband Region Güssing, Europäisches Zentrum für Erneuerbare Energie Güssing GmbH und EC Energy Center Lipizzanerheimat GmbH. Eine der herausragenden Traditionen Sloweniens und Österreichs sind Pferde, Reiten und Kutschen. Nach Meinung der Projektpartner, ist die grenzübregreifende Zusammenarbeit für die Revitalisierung der Kutschentradition und Entwicklung innovativer touristischer Produkte unbedingt erforderlich, um mit den gemeinsamen Ressourcen und Kompetenzen der Partner nicht nur lokal sondern international zu agieren. Im Zentrum des Projektes stehen die Entwicklung innovativer Kutschen und die touristische Produktentwicklung. Den größten Mehrwert des Projektes stellt die Herstellung einer Hybrid-E-Kutsche dar, die eine Innovation in der Pferdebranche sein wird. In die Kutsche wird ein Elektromotor mit Energiespeicher eingebaut, der den Pferden das Ziehen der Kutsche erleichtern sowie längere und abwechslungsreichere Kutschenwege für mehrere Personen ermöglichen wird. Die neuen touristischen Produkte werden den Jahreszeiten und der Größe der Gruppe angepasst werden können, die Gäste werden verschiedene Themenwege mit diversen Geschichten erleben können.

Der Fördervertrag im Wert von fast 1 Million EUR EFRE-Mittel wurde von Dr. Robert Celec, Direktor des RIS Schloss Rakičan und mag. Nina Seljak, Leiterin der Verwaltungsbehörde unterzeichnet. Vertreter des Kooperationsprogramms und andere Vertreter des Regierungsamtes für Entwicklung und europäische Kohäsionspolitik waren ebenfalls anwesend.

Informationen zu den genehmigten Projekten stehen unter folgendem Link zur Verfügung. Fotos der Veranstaltung befinden sich in der Fotogalerie.