Im Rahmen des Tages der europäischen Zusammenarbeit zum »tromejnik«

Unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission und des INTERACT Programms fanden gestern in ganz Europa zum fünften Mal in Folge Veranstaltungen zum Tag der europäischen Zusammenarbeit 2016 (EC Day 2016) statt. Das Ziel war es, die Projekte und Programme, die von den Mitgliedstaaten mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung umgesetzt werden, vorzustellen. Slowenien und Österreich haben bereits eine Reihe von erfolgreichen grenzübergreifenden Projekte in den Bereichen Unternehmertums, Tourismus, Kultur, regionale Entwicklung, Naturerbe, Umwelt, Energie, usw. umgesetzt, die die Identität des Grenzgebiets darstellen. Einige davon haben die Teilnehmer der gestrigen Wanderung zum „Tromejnik“ in den Programmgebieten in Slowenien, Österreich und Ungarn besucht, die die Kooperationsprogramme Slowenien-Österreich und Slowenien-Ungarn im Programzeitraum 2014-2020 im Rahmen des EC Day 2016 organisiert haben.

Die Gruppe von etwas mehr als 100 Teilnehmern begab sich mit dem Bus von Maribor zur Besichtigung des Schlosses in Grad in Goričko. Der Weg führte die Teilnehmer dann zur Trdkova und zu Fuß zum „Tromejnik“, der Grenzstein am Dreiländereck, wo die Teilnehmer von der Direktorin für europäische territoriale Zusammenarbeit des Regierungsamtes der Republik Slowenien für Entwicklung und europäische Kohäsionspolitik, der Verwaltungsbehörde der grenzübergreifenden Kooperationsprogramme, mag. Nina Seljak, sowi von den Bürgermeistern der Grenzgemeinden Kuzma, Oberzemming und St. Martin an der Raab begrüßt wurden. Wie mag. Nina Seljak erläuterte, möchte Slowenien mit der Zusammenarbeit im Rahmen des Tages der europäischen Zusammenarbeit zeigen, dass uns die gemeinsamen Grenzen im Rahmen der grenzübergreifenden Kooperationsprogramme einen. „Diese Programme tragen zur Erfüllung des zentralen Ziels der EU-Kohäsionspolitik bei, und zwar den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt der Partnerländer zu vergrößern, um eine harmonische, ausgewogene und nachhaltige Entwicklung zu fördern,“ betonte sie und wünschte den grenzübergreifenden Partnern viel Offenheit für neue Ideen und ein glückliches Händchen sowie viel Mut bei der Vorbereitung und Umsetzung von Projekten.

Auf Grundlage der veröffentlichten Ausschreibungen im Rahmen der Kooperationsprogramme wurden schon die ersten Kofinanzierungsverträge unterzeichnet. Zwei Verträge wurden auch gestern symbolisch unterzeichnet, und zwar für das Projekt MMO3D, das im Rahmen des Kooperationsprogrammes Interreg V-A Slowenien-Österreich kofinanziert wird und für das Projekt Green Exercise, das im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Ungarn kofinanziert wird. Das Projekt MMO3D hat das Ziel, eine Roboterzelle für das 3D-Drucken von Komposit-, Leicht- und Natur-Materialien zu entwickeln. Der Kern der Innovation ist die Adaptierung eines 6-achsigen Roboters mit einer Spritzgusstechnologie und einem Fasermanipulator. Diese Technologie ermöglicht die Herstellung auch geometrisch komplexer Produkte mit höchstfesten Leichtbaumaterialien. Das Endprodukt ist ein ultraleichtes Gehäuse einer Batterie für Elektrofahrzeuge. Das Ziel des Projektes Green Exercise ist die gemeinsame Promotion der bestehenden grenzübergreifenden kulturellen und natürlichen touristischen Angebote der slowenisch-ungarischen Grenzregion mit besonderem Schwerpunkt auf einer gesunden Lebensweise, nachhaltigen und umweltfreundlichen Transportmitteln (vor allem Radfahren). In diesem Rahmen ist auch die Schaffung von „grünen Parks“ auf beiden Seiten der Grenze geplant.

Die Teilnehmer haben auch das Apfelhaus in Oberzemming, das Museum für Slowenen in der Raab-Region in St. Gotthard und das Schloss Tabor im Naturpark Raab besichtigt, wo ihnen auch das Projekt 321 go vorgestellt wurde, welches bereits im Rahmen des grenzübergreifenden Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich umgesetzt wird. Das Projekt 321 go – 3 Schlösser 2 Länder 1 Geschichte, wurde im Rahmen der 1. Frist des öffentliche Aufrufs für die Projekteinreichung genehmigt. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Schaffung einer nachhaltigen Kulturtourismusdestination im ländlichen Grenzland des Südburgenlands (Österreich) und der Pomurje Region (Slowenien), die auf der Erschließung des Kulturerbes mittels der Etablierung von neuen kulturtouristischen Produkten beruht. Hauptzielgruppe sind touristische Gäste mit Interesse an Kultur, Brauchtum und Historie in steter Verbindung mit intaktem Naturerlebnis.

Darüber hinaus bot die Veranstaltung unter anderem eine gute Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen, Meinungen und zur entspannten Begegnung von Vertretern verschiedener slowenischer, österreichischer und ungarischer Institutionen.