Europäische Territoriale Zusammenarbeit

Das Hauptziel der Kohäsionspolitik der Europäischen Union ist eine Steigerung der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion, um unter gleichzeitiger Verringerung wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Disparitäten eine harmonische, ausgeglichene und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Europäische Kommission hat in ihren Richtlinien für die territoriale Zusammenarbeit in der finanziellen Perspektive 2007-2013 die territoriale Kohäsie herausgestellt, die nebst wirtschaftlicher und sozialer Kohäsie eine bedeutende Rolle bei der Erreichung der Ziele der Lisabon- und Göteborg-Strategie spielt. Die neue Kohäsionspolitik definiert als ihr drittes Ziel die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ), die auf die Stärkung der grenzübergreifenden, transnationalen und interregionalen Zusammenarbeit ausgerichtet ist.

Auf der europäischen Ebene sind für die Europäische territoriale Zusammenarbeit (Ziel 3) 2,52 % aller Kohäsionsmittel bzw. 7,75 Milliarden Euro bestimmt. Der größte Teil davon, und zwar 73,86 % der Mittel bzw. 5.576 Milliarden Euro, ist aus dem Ziel der Europäischen territorialen Zusammenarbeit für die grenzübergreifende Zusammenarbeit bestimmt, 20,95 % bzw. 1.582 Milliarden Euro für die transnationale Zusammenarbeit und 5,19 % bzw. 392 Milliarden Euro für die interregionale Zusammenarbeit.
Angesichts der zentralen geopolitischen Lage Sloweniens und der Tatsache, dass ein Großteil der slowenischen Bevölkerung im angrenzenden Gebiet lebt, wird die Europäische territoriale Zusammenarbeit (Ziel 3) in dieser Programmperiode eins der Schlüsselelemente zur Förderung der Entwicklung in den angrenzenden Regien und damit in ganz Slowenien sein.

Das Ziel der Europäischen territorialen Zusammenarbeit für die Programmperiode 2007-2013 mit den Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (ESRR) konzentriert seine Unterstützung auf drei Hauptbereiche der Zusammenarbeit:
• Entwicklung von grenzübergreifenden wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Tätigkeiten mit Hilfe von gemeinsamen Strategien für eine nachhaltige territoriale Entwicklung;
• Stärkung der transnationalen Zusammenarbeit mit Hilfe von Tätigkeiten im Bereich der Prioritätsaufgaben der Gemeinschaften und die Förderung der integrierten territorialen Entwicklung;
• Steigerung der Effizienz der regionalen Politiken durch die Förderung der interregionalen Zusammenarbeit und durch den Erfahrungsaustausch auf entsprechender territorialer Ebene.

Im Rahmen der Europäischen territorialen Zusammenarbeit wird für die grenzübegreifende Zusammenarbeit zwischen der Republik Slowenien und der Republik Österreich das Operationelle Programm Slowenien-Österreich 2007-2013 bestimmt.